96 gegen Werder: Duell der neuen Nordmächte
Zugegeben, es ist kein richtiges Topspiel und ob der später am Tage stattfindenden Partie zwischen den mit neuen Trainern bestückten HSV und S04 ist es vielleicht nicht einmal das Match des Tages und doch geht von der Begegnung zwischen Hannover 96 und Werder Bremen am 8. Bundesligaspieltag eine besondere Magie aus. Kann sich Werder als Bayernjäger behaupten oder schafft 96 den Anschluss an die Spitzengruppe?
Alte Stärke durch alten Helden?
Was war das für eine schwache Saison der Bremer in 2010/11. Über den Großteil der Spielzeit fand Werder nicht zu seinem Spiel. Noch nie seit Beginn seiner Amtszeit an der Weser stand Trainer Thomas Schaaf so sehr unter Druck wie zu den ausgeprägten Schwächeperioden der vergangenen Saison.
Nicht nur bösen Zungen behaupteten im Anschluss, dass die starke Phase von Werder und der Stammplatz auf den oberen Rängen nun erst mal vorbei sei. Zu ausgeprägt die Schwächen, zu wenig Effektivität im ehemaligen offensiven Prunkstück, dazu ungewohnte Boulevardpeinlichkeiten, nicht nur um Dreikäsehoch Marko „Morgen wieder Astronautovic-Gala ;)“ Arnautovic.
Das Team wurde zur neuen Saison für Bremer Verhältnisse recht radikal verändert. Die neue Defensive scheint soweit zu funktionieren und in vorderster Front sorgt Claudio Pizarro mit eine Phoenix-Move für eine Renaissance der längst verloren geglaubten Offensivpower Werders.
Mit fünf Toren in sechs Spielen und bisher keinem einzigen Muskelfaserriss im Oberschenkel bombte der Peruaner Bremen auf Platz Zwei der Tabelle und das Team im allgemeinen macht ein starken Eindruck wie lange nicht mehr.
Hannover bleibt konstant
Dennoch befinden sich die sympathischen Niedersachsen aus der Landeshauptstadt fast auf Augenhöhe. War 96 in der letzten Saison unter Mirko Slomka noch einer der großen Überraschungen der Bundesliga, hat man sich mittlerweile schon daran gewöhnt, dass die Roten eines der konstantesten und eingespieltesten Teams der Liga sind.
Beim Europa League Spiel gegen das ukrainische Quatschteam aus Poltawa musste man kurzzeitig die Befürchtung haben, dass die Niedersachsen am internationalen Druck zerbrechen, doch am Ende reichte es wieder einmal zu einem knappen Sieg, wenn diesmal auch mit etwas Glück.
Dennoch, Schmiedebach und Co sind einer der unbequemsten Gegner der Liga und dürften Werder in der heimische AWD-Arena das Leben so richtig schwer machen.
Bei Betsson gibt es auf Unentschieden die Quote [3.30] – ein Topwert unter den Online-Wettanbietern. Mutige wetten auf eine hohe Toranzahl, Tendez eher Sieg 96.

