Aktuelles beim deutschen Handball
Auch der TBV Lemgo profitierte von der SG-Niederlage und setzte sich durch ein 24:21 gegen GWD Minden mit vier Zählern von Flensburg ab.
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Hinter Kiel und Lemgo festigte der SC Magdeburg den dritten Platz. Vor 6900 Zuschauern gewann der einstige Champions-League-Sieger in der heimischen Arena mit 27:22 gegen die HSG Wetzlar und feierte im letzten Heimspiel des Jahres den achten Sieg vor eigener Kulisse. Dank des starken Nationaltorhüters Johannes Bitter setzte der HSV Hamburg vor 10 065 Besuchern mit einem mühevollen 32:30 gegen MT Melsungen seinen Aufstieg fort. Die Füchse Berlin erkämpften sich in eigener Halle ein 27:27 gegen den VfL Gummersbach.
'Eigentlich bin ich nur sprachlos nach diesem Spiel. Ich weiß nicht, ob es verdient war, wir hatten in der zweiten Halbzeit alle Möglichkeiten und auf ein Unentschieden spekuliert. Es tut weh, das dritte Mal heute mit einem Tor gegen ein Spitzenteam zu verlieren', sagte Flensburgs Coach Kent Harry Anderson enttäuscht. Und forderte: 'Wir müssen den Kopf hoch halten, weil wir schon am Dienstag im Pokal gegen Rhein-Neckar Löwen spielen müssen.'
Dabei hatte sein Team in der zweiten Halbzeit schon mit drei Toren geführt. Doch angeführt von einem starken Peter Gentzel im Tor und einem treffsicheren Weltmeister Holger Glandorf (7) rappelte sich Nordhorn auf, kämpfte und gewann am Ende glücklich. 'Wenn es nicht so läuft, hat man nicht so viel Selbstvertrauen. Die Angst in dieser 'schwarzen Serie' wuchs natürlich und das ist tödlich im Sport. Wir waren heute fast tot, aber wir haben uns zurückgemeldet mit diesem Sieg. Wenn man auf uns pinkelt, müssen wir uns wehren und dazu haben wir heute die Unterstützung bekommen', jubelte HSG-Coach Ola Lindgren. Nach der Niederlagen-Serie und dem Vier-Punkte-Abzug war der Erfolg für Nordhorn praktisch eine Wiederauferstehung.
Lemgo tat sich im Derby gegen Minden schwer. Trainer Markus Baur bemängelte die Angriffsleistung seines Teams. 'Wenn Kraus und Geirsson fehlen, haben wir natürlich weniger Alternativen. Die beiden sind die unberechenbarsten Spieler bei uns', sagte Baur. Dennoch bleiben die Lipperländer ärgste Verfolger von Spitzenreiter Kiel.
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Ein Pflichtsieg gelang den Rhein-Neckar Löwen mit dem 35:23 beim TSV Dormagen. Bis zum 18:20 blieb Dormagen auf Schlagdistanz, eine Zeitstrafe aber nutzten die Löwen konsequent und zogen auf 22:18 davon. Zehn Minuten vor dem Ende war beim 26:18 die Entscheidung gefallen. Dormagens Niederlage konnte der Stralsunder HV nicht nutzen. Der Tabellenvorletzte ging beim TV Großwallstadt 22:38 unter und hat weiter vier Punkte Rückstand auf Dormagen und damit auf einen Relegationsplatz um den Klassenverbleib.

