ATP Finals: Warum Federer und Söderling die Favoriten sind
Beim Finale der ATP World Tour in London wird am 28. November der Sieger unter den besten acht Tennisspielern dieses Jahres ermittelt. Wie immer ist Roger Federer der Hauptfavorit, aber der Schwede Söderling kann dem Schweizer dieses Jahr sehr gefährlich werden.
Nach der Gruppenauslosung ist nun auch klar, dass Federer und Söderling bereits in der Gruppenphase aufeinandertreffen werden. Die Gruppe B kann dabei mit Recht als „Todesgruppe“ bezeichnet werden.
Der Spanier David Ferrer, derzeit Siebter der Weltrangliste, hat dabei die schlechtesten Aussichten. Zwar gewann er dieses Jahr seinen ersten Indoor-Titel in Valencia, doch seine drei Mitstreiter gelten eher als Hallenspieler.
Andy Murray komplettiert das Feld der Gruppe B. Bei den Shanghai Masters besiegte er zwar Federer im Finale, zeigte danach doch ein klar absteigende Form bei Turnieren in Valencia und Paris.
Die Gruppe A besteht aus Rafael Nadal, Novak Djokovic, Tomas Berdych und Andy Roddick. Die ersten Drei dürften den Halbfinaleinzug unter sich ausmachen.
Roddicks Vorteil ist zweifellos die Erfahrung. Er erreichte bereits drei mal das Halbfinale (2003, 2004, 2007). Doch konnte er sich in den letzten Monaten kaum im Spitzentennis beweisen und so dürfte in der Vorrunde Schluss für ihn sein.
Weltranglistenerster Nadal wird Alles geben um hier zu siegen, denn es ist der einzige große Titel, den er noch nicht gewonnen hat. Seit größtes Manko ist definitiv seine Statistik bei Indoor-Turnieren. Von 43 gewonnenen Titeln gewann er nur einen in der Halle.
Djokovic, der Sieger von 2008, ist also durchaus als Favorit in der Gruppe A zu sehen. Er spielt stark in der Halle, verlor aber zuletzt seine Form und musste sich zwei mal Roger Federer geschlagen geben.
Tomas Berdych spielte abgesehen von starken French Open und Wimbledon eine schwache Saison. Der Tscheche ist noch zu unkonstant in seinen Leistungen und wird wohl die Gruppenphase nicht überstehen.
Bleiben also Federer und Söderling als Favoriten. Ersterer ist bei europäischen Wettanbietern selbstredend der Favorit, doch spricht Einiges für den Außenseiter aus Schweden.
Robin Söderling gewann fünf seiner sieben Titel indoor. Er ist also ausgewiesener Fachmann auf dem schnellen Boden in der Halle. Besonders seine starke Vorstellung bei den Paris Masters lässt also auf ein starkes Abschlussturnier hoffen.
Der viermalige Sieger Roger Federer jedoch gewann zuletzt in Stockholm und Basel und wird seine Saison wieder einmal mit einem großen Finalsieg enden lassen wollen. Wenn der Schweizer zu Hochform aufläuft, kann ihm wohl Keiner das Wasser reichen.

