Bremen und Schalke mit guten Karten in der Champions League
Für einige Mannschaften der Bundesliga geht es derzeit Schlag auf Schlag. Auch wenn Werder im Pokal gegen die Bayern jetzt den Kürzeren zog, mussten sie doch das gleiche aufreibende Programm wie die Schalker absolvieren.
Beide Clubs machen gerade schwierige Zeiten durch. In der Champions League können heute Schalke in Tel Aviv und Bremen gegen Enschede für bessere Stimmung sorgen. Um jeweils 20:45 Uhr starten die Bundesligisten in den vierten Spieltag der Champions League.
Hapoel Tel Aviv – Schalke 04
Die Gelsenkirchener müssen sich vorkommen wie im falschen Film. Die Frage ist nur, ob sie sich in einer Komödie oder einem Horrorfilm befinden und ob das Setting die Bundesliga oder die Champions League ist.
In der Liga präsentieren sich die Königsblauen weiterhin wie ein Abstiegskandidat. Gute Ansätze hin oder her, die wenigsten Aktionen der Schalker Spieler haben Fuß oder Hand und letztere aufs Herz, mehr Punkte als die erspielten wären absolut nicht gerechtfertigt.
Felix Magath ist es in dieser Saison einfach nicht gelungen eine funktionierende Mannschaft zu formen oder sind die Spieler doch einfach nicht Willens genug sich für den Ligaalltag den Arsch aufzureißen?
Es ist schon befremdlich wenn ein Raúl in der Liga keinerlei Bindung zum Spiel hat und auch keine brauchbaren Einzelaktionen vorweisen kann, in der Champions League jedoch Weltklasseleistungen abruft und die Schalker zum Sieg führt.
Im Heimspiel gegen Tel Aviv hat das Gefüge funktioniert und man hat tatsächlich das Gefühl, dass die Königsblauen gut und gerne die nächste Runde erreichen könnten. Dafür müsste das Spiel in Israel allerdings in jedem Fall gewonnen werden. Wetten, dass die Schalker heute Abend eine ungeheure Lust entwickeln....
SV Werder Bremen – Twente Enschede
Die Bremer belegen nach einer Niederlage und zwei Unentschieden den letzten Platz der Gruppe A. Dennoch ist die Situation alles andere als hoffnungslos, denn wenn die Mannschaft von Thomas Schaaf ihr Heimspiel gewinnt und Inter Mailand gleichzeitig bei den Tottenham Hotspurs siegt, steht Werder schon auf dem zweiten Platz.
Naturgemäß ist die Champions League Gruppe also noch recht dicht zusammen und es gibt einige Gründe, die für ein erfolgreiches Abschneiden der Norddeutschen gegen Twente sprechen.
In der Liga sieht es für den niederländischen Meister weitaus rosiger aus als für Bremen. Nach zwölf Spieltagen führen die Mannen von Michel Preud'homme die Erendivisie an und haben dabei noch nicht ein einziges Spiel verloren.
Von solch einer Situation können Pizarro und Co derzeit nur träumen. Bremen steht auf Tabellenplatz Elf und musste zuletzt die peinliche Heimschlappe gegen Nürnberg verdauen.
Dennoch, im direkten Vergleich verfügt Werden über das stärkere Team auch wenn die Defensive mit den Schwachstellen Prödl und Silvestre weiterhin jeden Gegner zum Tore schießen einlädt.
Im Hinspiel in Enschede verkauften sich die Werderaner teuer. Das Heimspiel gegen Twente in der letztjährigen Europa League Saison gewannen die Grün-Weißen zudem locker mit 4:1.
Heute Abend könnte Bremen also gut ein kleiner Befreiungsschlag gelingen.

