CL am Dienstag: Alles klar für ManU und Barça?
Die heutigen Viertelfinal-Rückspiele (20:45 Uhr) in der europäischen „Königsklasse“ stehen unter klaren Vorzeichen. Die beiden Favoriten für einen Halbfinaleinzug sind nach ungefährdeten Siegen in den Hinspielen die Mannschaften aus Barcelona und Manchester.
Barça in Donezk
Die „Blaugrana“ ist nach dem 5:1- Erfolg über Schachtjar Donezk im heimischen Camp-Nou quasi schon sicher dabei. Dementsprechend wird Trainer Pep Guardiola beim Auftritt in der ukrainischen Bergarbeiterstadt einigen Stammkräften eine Pause gönnen, WM- Held Andrés Iniesta fehlt ohnehin gelbgesperrt. Für eine Auszeit bietet sich auch „Leo“ Messi an, der mit seinen Gedanken ohnehin eher bei seiner Mutter sein dürfte. Im argentinischen Rosario wurde das Haus seines Bruders Matias von einem fahrenden Motorrad aus beschossen, dabei sind acht Schüsse aus einer 9-mm-Pistole auf das Gebäude abgegeben worden, in dem sich als einzige Person Messis Mutter Celia befand.
Trotz der wahrscheinlichen Personalrochaden wird es aber kein Fußball-Wunder geben. Dies liegt an der Qualität des Personals, welches in Barcelona die zweite Reihe besetzt.
So wird Ibrahim Affelay zu einem seiner wenigen Einsätze kommen, immerhin ist er aktueller niederländischer Nationalspieler. Außerdem hat Guardiola aus dem B-Team auch noch Andreu Fontàs, Thiago Alcántara und Jonathan dos Santos mit in die Ukraine genommen. Auch diese Profis sind durch die berühmte Barca-Schule gegangen und daher vertraut mit Taktik und Spielsystem. Ein Bruch im Spiel der „besten Mannschaft der Welt“ ist daher nicht zu erwarten.
ManU empfängt Chelsea
Deutlich spannender geht es dagegen im britischen Duell ManU gegen Chelsea zu. Im Hinspiel reichte ein Tor von Wayne Rooney zu einem knappen, letzten Endes verdienten Erfolg ManUs an der Stamford Bridge. Zu harmlos präsentierte sich das Team von Carlos Ancelotti vor dem Kasten des Torwart Routiniers Edwin van der Sar, was im „Theater der Träume“ nun anders werden soll. Für den Chelsea Trainer geht es dabei um nicht weniger als seinen Job: In beiden Pokal-Wettbewerben ist der Double-Sieger bereits gescheitert, in der Premier League ist für den Dritten nichts mehr zu holen. Bei einer Niederlage ist die Trennung vom Italiener sehr wahrscheinlich. Ein „Endspiel“, titelte so auch das Massenblatt "The Sun" mit Blick auf die Lage bei den Blues.
Weil im möglichen Halbfinale mit Schalke 04 wohl ein vermeintlich schlagbarer Gegner wartet, kann der Sieger des „Battle of Britain“ bereits mit dem Endspiel am 28. Mai im Wembley-Stadion in London planen, so hörten sich zumindest einige Aussagen der Kontrahenten vor der Partie an.

