Duell der Sympathieträger: Wolfsburg empfängt Stuttgart
Zum Abschluss der Hinrunde gibt es in der Fußball Bundesliga der Herren noch einmal ein richtig großes Sahnetörtchen: Der niedersächsische Traditionsverein aus Wolfsburg empfängt die Superschwaben aus dem schönen Stuttgart. Es verspricht ein attraktives Duell voller hochklassigem Zauberfußball zu werden.
Magath´s Law
In Wolfsburg läuft derzeit nicht viel zusammen. Von den letzten sechs Bundesligaspielen verlor der VFL vier und gewann nur eines (4:1 gegen Hannover). Besonders auswärts sitzt den Jungs aus der Autostadt der Schalk im Nacken. Erst vier Punkte konnte man während der kompletten Hinrunde auf fremdem Platz sammeln und ist damit Schlusslicht der Liga in der Auswärtstabelle. Auch wenn es zu Hause eigentlich ordentlich läuft, muss man einmal mehr das Konzept Wolfsburg bzw. Magath hinterfragen.
Der offensichtlichste Makel ist mal wieder das Preis/Leistungsverhältnis der Mannschaft. Nicht nur ist der Kader vollgestopft wie eine Weihnachtsganz, auch die Füllung selbst ist ganz ganz mies. Wieder einmal tummeln sich in Felix’ Grabbelkiste nutzlose Talente (Klich, Koo, Jönsson), gescheiterte gehaltsfressende Auslaufmodelle (Kyrgiakos, Hleb, Salihamidzic), unsympathische gescheiterte gehaltsfressende Auslaufmodelle (Hitzlsperger) und einige der typischen Null-Verpflichtungen Wolfsburgs, die sich nach der Vertragsunterschrift zurücklehnen und ins Fäustchen lachen (Lakic, Helmes, Ochs).
Magath selbst sieht darin kein Problem in der Kaderzusammenstellung, zumindest keine für die er verantwortlich zu machen wäre. Vielmehr bräuchten die vorhandenen Spieler noch mehr Zeit, die sie jedoch nicht bekommen. Logische Konsequenz daraus ist es im Winter ordentlich die Geldbörse aufzumachen um unbekannte und ligafremde Quatschspieler aus Tschechien, der Schweiz und vermutlich Griechenland zu verpflichten, wobei die Position erst einmal egal scheint. Mit Marko Pantelic und Jan Koller hat Magath aber bereits richtige Knaller auf der Liste.
Das Harnik-Problem
Ein gefährliches Spiel wagen derzeit auch Bruno Labbadia und sein VFB Stuttgart. Die Leistung der Mannschaft stimmt im Großen und Ganzen. Punktausbeute, Tabellenstand und das Verhältnis des Trainers zu Manager und Team scheinen im grünen Bereich und dennoch wird Fußball-Deutschland unruhig, wenn es an den VFB Stuttgart denkt. Der Grund dafür ist selbstredend Österreicher und schimpft sich Martin Harnik.
Der so genannte „Erpel-Jubel-Skandal“ ist mittlerweile lang genug her, dass sich nur noch die Wenigsten diese hinterhältige Nadelattacke auf die Augen in Erinnerung rufen können, doch trotz Abmahnung von Verein, Fans und Menschheit scheint das Ekel auf Rechtsaußen seine Lektion nicht gelernt zu haben.
Zuletzt erzürnte es die Liga mit Thor- und Pampersjubel und es sind Bilder wie diese, die im kollektiven Gedächtnis hängen bleiben und Zorn, Hass und Abscheu schüren.
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