Einer gegen Drei - Nowitzki gegen die Miami Heat
Die NBA-Finalserie zwischen den Dallas Mavericks und den Miami Heat hält, was sie verspricht. Die beiden Teams agieren auf Augenhöhe und nach vier absolvierten Spielen spitzt sich im fünften Aufeinandertreffen (3 Uhr MESZ) die Lage zu. Alles scheint auf ein dramatisches Ende hinzudeuten. Nach dem nächsten Spiel wird es einen Matchball geben, nur für wen? Miami Heat, angeführt von dem überragenden Triumvirat, Lebron James, Chris Bosh und Dwayne Wade, ist zweimal überzeugend in Führung gegangen. Die Texaner aus Dallas, angeführt von Dirk Nowitzki konnten aber jeweils zurückschlagen, sodass es jetzt 2:2 nach Punkten steht.
Nowitzki auf dem Wege der Besserung
Auf „Big D“ müssen die Mavericks im fünften Spiel zum Glück nicht verzichten. Nach seinem Fieberspiel gehe es ihm „Zum Glück wieder besser.“, so der Würzburger im Interview auf nba.de. Dank Medikamenten und ein „wenig Schlaf“ ist das Fieber gesunken. „Der Rest ist bloß Husten und Schnupfen. Das ist alles nicht so schlimm“, so der Kapitän der Texaner optimistisch.
Ein Ausfall Nowitzkis im fünften Spiel gegen die Heat wäre auch kaum zu verschmerzen gewesen. Schließlich ist das ehemalige „German Wunderkind“ Herz und Kopf der Mavericks in Personalunion. Selbst 39 Grad Fieber und sichtbare Ermüdungserscheinungen konnten Nowitzki nicht davon abbringen, im letzten Spiel mit 21 Punkten wiederum der Topscorer seines Teams zu sein.
LeBron James auf dem Wege zu alter Stärke
Die Nummer 41 der Mavericks hat bisher 85 Punkte in den Finals erzielt, dies entspricht einem Schnitt von 28,3 Zählern pro Partie. Zudem gehört Nowitzki von der Dreier- und der Freiwurflinie sowie aus dem Feld heraus zu den sichersten Schützen der Liga. Von seinen 34 Versuchen vergab er vor Spiel fünf nur einen. Sein besonderes Markenzeichen: der einbeinige Sprungwurf in der Rückwärtsbewegung. Die unbestreitbaren Fähigkeiten Nowitzkis helfen aber wenig, wenn selbst Miamis Superstar LeBron James konzentriert in der Defense arbeitet.
Dann kommt besonders die Offensivpower von Bosh und vor allem Dwayne Wade zum Tragen: Miamis Kapitän mit der 3 auf dem Trikot kommt sogar auf 87 Punkte und somit auf einen Mittelwert von 29 Zählern pro Finalspiel. Seine Trefferquote liegt mit 57 Prozent sogar höher als die von Nowitzki (45,9).
Letztes Spiel in Dallas
Die Mavs genießen ein letztes Mal Heimrecht. Sie stehen daher unter mächtigen Druck, wollen sie nicht vor den entscheidenden Partien in Florida einem Rückstand hinterherlaufen. Entscheidender Mann wird wiederum DiBa-Fan Nowitzki sein: Wenn er schwächelt, sieht es düster aus für Dallas.
Auch mit ihm dürfte es schwierig werden die Heat auf ihrem Weg zum zweiten Titel nach 2006 zu stoppen: Durch einen knappen Sieg dürften sie mit einem 3:2 Vorsprung in den Sonnenstaat zurückkehren.

