Hat Mönchengladbach eine Chance in Hoffenheim?
Eines von zwei Bundesligaduellen im DFB-Pokal bestreiten heute Mönchengladbach und Hoffenheim. In der Rhein-Neckar-Arena wird der Ball um 20:30 Uhr angestoßen. Eröffnet wird das Achtelfinale mit dem Duell Koblenz - Kaiserslautern.
Neben dem Duell des VFB Stuttgart gegen Rekordmeister Bayern München ist es die einzige weitere Begegnung zwischen zwei Erstligisten. Die TSG ist im eigenen Stadion der Favorit.
Ausgangslage
Lange sah es danach aus, dass die Hoffenheimer eine richtig starke Hinrunde spielen würden. Die Mannschaft wirkte selbstsicher und die langfristigen Ausfälle von Simunic und Obasi konnten gut aufgefangen werden.
Der derzeitige achte Tabellenplatz in der Bundesliga ist zufriedenstellend, da die internationalen Plätze weiter in Reichweite sind. Im Endspurt ging dem Team von Ralf Rangnick jedoch etwas die Luft aus, sodass aus den letzten vier Partien nur vier Punkte gesammelt wurden.
Gerade bei den Unentschieden gegen Wolfsburg und Stuttgart war mehr drin. Die TSG brach jedoch mehrmals in der Schlussphase ein und kassierte spät entscheidende Gegentreffer.
Bei Borussia Mönchengladbach stellt sich die Situation wesentlich unzufriedenstellender dar. Der abgeschlagen Tabellenletzte kassierte zum Anschluss der Hinrunde fünf Niederlagen in Folge und steht folglich mit dem Rücken zur Wand.
Durchaus beeindruckend, dass die Vereinsführung dennoch hinter Trainer Frontzeck zu stehen scheint. Normalerweise wäre schon längst die branchenübliche Entlassung des Übungsleiters vollzogen worden.
Sollte Frontzeck, der zuvor bereits mit Aachen und Bielefeld aus der Bundesliga abgestiegen ist auch in Hoffenheim keinen Sieg einfahren, ist es schwer vorstellbar, dass er in der Rückrunde noch der Trainer der Fohlen ist.
Der Weg ins Achtelfinale
1899 Hoffenheim konnte in der ersten Runde des DFB-Pokals einen 0:4 Erfolg bei Hansa Rostock verbuchen und ohne größere Schwierigkeiten in die nächste Runde einziehen. In dieser siegte die TSG glücklich mit 1:0 gegen Ingolstadt.
Vedad Ibisevic beleidigte vor der Halbzeitpause den Schiedsrichter und wurde mit Rot vom Platz gestellt. Der eingewechselte Demba Ba konnte die Favoriten trotzdem noch zum Sieg führen.
Gladbach war in der ersten Runde im Erzgebirge zu Gast. Durch ein ansprechendes Debüt mit Tor und Vorlage von Idrissou, der gegen Hoffenheim aus disziplinarischen Gründe fehlt, setzten sich die Fohlen mit 1:3 durch.
Anschließend kämpfte die Borussia Bayer Leverkusen im Elfmeterschießen nieder. Nach einem torlosen Remis nach 90 Minuten und einem 1:1 in der Nachspielzeit war es Keeper Heimeroth, der den entscheidenden Elfer von Helmes parierte.
Tendenz
Man könnte denken, dass die Gladbacher ein gefundenes Fressen für die Hoffenheimer wären. Sie sind formstärker, weniger verunsichert und haben den Heimvorteil auf ihrer Seite.
Auch konnte Mönchengladbach noch nie gegen Hoffenheim gewinnen. Von sieben Aufeinandertreffen gewann die TSG vier, drei mal trennte man sich Unentschieden.
Die Borussia ist angeschlagen und gerade dadurch gefährlich. Man sollte hier nicht auf eine schnelle Entscheidung hoffen. Dieses Spiel könnte in die Verlängerung gehen und da ist alles möglich.

