Kann Koblenz gegen die „Roten Teufel“ bestehen?
Zwei Partien des Achtelfinales des DFB-Pokals gibt es noch zu bestreiten. Die Kickers Offenbach empfangen den 1.FC Nürnberg. Die TuS Koblenz erwartet zeitgleich die „Roten Teufel“ aus Kaiserslautern.
Um 19:00 Uhr empfängt der Außenseiter aus der 3.Liga im heimischen Stadion Oberwerth die Konkurrenten aus der Pfalz.
Ausgangslage
Die TuS Koblenz spielt bisher eine zufriedenstellende Saison – nicht mehr und nicht weniger. Das Team von Petrik Sander ist weit entfernt von Abstiegsnöten, vom Aufstieg allerdings genauso weit.
Zwölf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz scheinen schwer einholbar, doch war ein erneuter Aufstieg in die 2.Bundesliga auch nicht das ausgegebene Saisonziel.
Zuletzt konnten die Koblenzer eine kleine Serie in der Liga starten und blieben fünf Spiele in Folge ungeschlagen. Gegen Aalen, Wiesbaden und Sandhausen siegte das Team vom Deutschen Eck und tankte so reichlich Selbstbewusstsein.
Ähnlich stellt sich die Situation für den 1.FC Kaiserslautern dar. Die Hinrunde verlief den Erwartungen entsprechend – im positiven Sinne. Von den großen Abstiegssorgen konnte sich die von Marco Kurz trainierte Mannschaft fernhalten.
Zwar wären noch mehr Punkte drin gewesen, doch lieferten die Pfälzer teilweise Leistungen ab, die man ihnen so nicht zugetraut hätte (gegen Bayern, Stuttgart). Es gab einen überaus versöhnlichen Hinrundenabschluss mit einem 1:2 Auswärtssieg bei Werder Bremen und auch der Auftakt zur Rückrunde mit einem 1:1 gegen Köln trotz Unterzahl verdient Respekt.
Der Weg ins Achtelfinale
Die TuS überstand bereits zwei Aufeinandertreffen mit höherklassigen Vereinen. In der ersten Runde konnte man dank eines späten Treffers von Johannes Rahn den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausschalten.
Die Partie der zweiten Runde wird sicherlich noch allen Fans in Erinnerung sein. Gegen die Berliner Hertha, damals seriöser Tabellenführer der 2. Bundesliga, setzten sich die Koblenzer mit 2:1 durch. Höhepunkt war das 58 Meter Tor von Michael Stahl zum 1:0.
Kaiserslautern hatte vor allem in der ersten Runde Glück, als Lakic den Führungstreffer der Osnabrücker in letzter Minute der Nachspielzeit egalisierte. In der Verlängerung konnten sich die „Roten Teufel“ dann durch zwei Hoffer-Tore durchsetzen.
Die zweite Runde gegen desolate Bielefelder wurde hingegen fast zum Selbstläufer. Auch hier trumpfte Srdjan Lakic als dreifacher Torschütze auf.
Tendenz
Die formstarken Lauterer sind selbstredend der Favorit. Personell kann Marco Kurz aus dem vollen Schöpfen und die Schlüsselspieler Lakic, Tiffert und Ilicevic präsentierten sich zuletzt in überragender Verfassung.
Die Bilanz der Konkurrenten, die sich zuletzt mehrmals in der zweiten Liga begegneten, ist relativ ausgeglichen. Im Oberwerth konnte Kaiserlautern allerdings noch nicht gewinnen.
Die letzte Begegnung Anfang dieses Jahres endete 2:2. Lakic traf doppelt. Wenn Koblenz nicht über sich hinauswächst, dürfte der FCK das Duell in 90 Minuten für sich entscheiden.

