Ob Union gegen Aachen dem Abstiegskampf entrinnen kann
Die vergleichsweise kurze Winterpause ist so gut wie vorbei. Die Vorbereitungen auf die Rückrunde bei den Zweitligisten sind so gut wie abgeschlossen. Auf dem Transfermarkt wird sich jedoch erfahrungsgemäß noch einiges tun.
Nicht wenige Team der zweithöchsten deutschen Spielklasse stehen vor einer richtungsweisenden Rückrunde. Besonders im Aufstiegskampf ist noch alles offen und auch der Abstiegskampf scheint spannend bis zum letzten Spieltag zu werden. Doch welche Teams können schon am Freitag die guten Vorsätze für 2011 umsetzen?
Der KSC kann mit einem Erfolg gegen Fürth den Grundstein für den Nichtabstieg legen und Erzgebirge Aue geht gegen Paderborn die schwierige Aufgabe an die sensationelle Hinrunde zu bestätigen.
Union Berlin – Alemannia Aachen
Die Eisernen kamen in dieser Saison sehr spät in Fahrt. Vier der fünf Siege wurden nach dem 10. Spieltag eingefahren und so richtig scheint die Mannschaft auch danach nichr ihren Rhythmus gefunden zu haben.
Mit derzeit 19 Punkten steht man zwar voll im Soll und von mehr als dem Nichtabstieg haben auch die kühnsten Optimisten nicht zu träumen gewagt, doch schien die Mannschaft bis zum Ende de Hinserie nicht ihr volles Potential abzurufen.
Es bleibt abzuwarten ob sich die Sommerneuzugänge Halil Savran und Santi Kolk nach enttäuschendem ersten Halbjahr doch noch als die erhofften Verstärkungen entpuppen. Ersterer erzielte kurz vor dem Weihnachtsurlaub immerhin seinen ersten Treffer, letzterer müsste in erster Linie mal verletzungsfrei bleiben.
Im Winter wurde Union nicht auf dem Transfermarkt aktiv. Der Niederländer Kolk könnte die Spielmacherposition bei den Berlinern wieder zur Schaltzentrale des Offensivspiels der Eisernen machen. Davon würden in erster Linie die Stürmer profitieren.
Karim Benyamina ist mit fünf Treffern schon der erfolgreichste Schütze für sein Team. John Jairo Mosquera und Chinedu Ede müssen an Torgefahr jedoch deutlich zulegen, wenn Platz 16 auf Distanz gehalten werden soll.
Die Alemannia aus Aachen kann mit den ersten 17 Spielen ebenfalls zufrieden sein. Sechs Spiele und sechs Unentschieden reichen für einen stabilen zehnten Platz.
Sollte nichts Unvorhersehbares geschehen werden die Mannen von Peter Hyballa wohl eine unaufgeregte Rückrunde verleben.
Die Aufstiegsplätze scheinen unerreichbar, ebenso unwahrscheinlich ist jedoch ein Abrutschen in die Abstiegszone. Dafür spielt die Mannschaft zu abgeklärt.
Dies ist besonders erwähnenswert, wenn man sich vor Augen hält wie jung ein Groß der Stammspieler bei den Aachenern ist. Kapitän Auer ist der Toptorjäger und neben den jungen Wilden geradezu ein Veteran.
Marco Höger und Zoltan Stieber erzielten gemeinsam schon neun Tore. Die Achse der 20-jährigen wird von Tolgay Arslan und Tobias Feisthammel vervollständigt. Bleiben diese Spieler in Form ist Aachen für jede Mannschaft ein unangenehmer Gegner.
2010 trennten sich Union und Alemannia zwei Mal unentschieden. Die Gesamtbilanz spricht mit 5-2-2 eher für die Berliner. In der Alten Försterei konnte Aachen gar noch nie gewinnen.
Fazit
Aachen ist auswärts eines der stärksten Teams der Liga und die Alte Försterei längst keine uneinnehmbare Festung mehr. Ein Partie auf Augenhöhe scheint wahrscheinlich, doch die Alemannia entführt mindestens einen Punkt.

