Politikwetten: Der nächste US Präsident
Hillary Clinton hat laut dem britischen Buchmacher Ladbrokes ihr Favoritentum zurückgewonnen, Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden, nachdem sie einen der größten Schocks in der Geschichte der Politikwetten auftischte.
Die Senatorin von New York - jetzt auf 5/4 von vorigen 11/4 auf den Topjob - stand bei ganzen 8/1, die demokratische Wahl in New Hampshire zu gewinnen, aber sie trotze auch den Wettspielern und den Meinungsforschern, die Vorwahlen in New Hampshire zu gewinnen. In einem rekordbrechenden Ergebnis sägte sie die 1/33 des vergnügten Barack Obama ab, als Granite State zu den Umfragen aufbrach.
Der auf Hawaii geborene Obama, der darauf setzt, der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten zu werden, steht für den Einzug ins Weiße Haus nun bei 2/1 von Even und bei 11/10 von vorigen 1/2, als Kandidat für die Demokraten gewählt zu werden. Kandidaten beider Parteien zielen darauf ab, Schwung zu holen, bevor mehr als zwanzig Bundesstaaten am 5. Februar, genannt "Super Tuesday" (Super-Dienstag) Wahlen abhalten.
Die New Yorker Senatorin Clinton, 60, erklärte einer applaudierenden Menge von Unterstützern: "Über die letzten Wochen hörte ich euch zu und im Zuge dessen habe ich meine eigene Stimme gefunden. Ich fühlte, als sprächen wir alle aus unseren Herzen und ich bin zutiefst erfreut, dass ihr geantwortet habt."
Obama hat an Boden gewonnen und ist mit einer Führung von bis zu 13 Punkten in den Meinungsumfragen in die Wahl gegangen, die seinem eindrucksvollen Sieg im Wahlausschuss in Iowa am Donnerstag folgte, nachdem er die meiste Zeit der Wahlkampf hinter Clinton zurücklag. Er kam weiterhin in Fahrt, als er Senatorin Clinton in einer demokratischen Fernsehdebatte neulich in einer verbalen Attacke ärgerte. Clinton ließ dann eine vernichtende Tirade auf Obama los, als sie in beschuldigte, er verschöbe seine Position bezüglich Schlüsselfragen.
Nach der Niederlage sagte Obama: "Ich möchte Senatorin Clinton zu einem hart erkämpften Sieg hier in New Hampshire gratulieren. Sie hat einen außergewöhnlichen Job gemacht. Geben Sie ihr einen großen Applaus."
Die Welle ist nun zu Clinton zurückgekehrt und Ladbrokes Sprecher Nick Weinberg glaubt, dass ihr Sieg kürzlich die Leistungen ihres Mannes in derselben Vorwahl 1992 in den Schatten stellt: "Clintons Sieg kann man nur als unglaublich bezeichnen. Wettspieler und Meinungsforscher haben ihr in New Hampshire keine Gebete zugedacht. Sie hat die Leistungen ihres Ehemannes 1992 in den Schatten gestellt. Und schon kommen die Wettspieler scharenweise zu ihr zurück." 1
John McCain, der sein eigenes bemerkenswertes Comeback im Wettkampf der republikanischen Partei machte, steht bei 7/2 von vorigen 7/1, um Nachfolger George W. Bush zu werden, und 6/4 von vorher 2/1, der republikanische Kandidat zu werden. Laut Korrespondenten brachte der Triumph des 71jährigen ehemaligen Kriegsgefangenen von Vietnam deutlich zurück zur Aufmerksamkeit für das Weiße Haus.
Der Wahlkampf gewinnt nun an Geschwindigkeit. Michigan hält seine Vorwahlen am 15. Januar ab und Nevada seinen Wahlausschuss am 19. Januar. Und der nächste große Wettstreit steht in South Caroline bereit, wo die Republikaner ihre Vorwahl am 19. Januar abhalten und die Demokraten im Staate fällen ihre Entscheidungen eine Woche später am 26. Januar.
Die wichtigsten Daten
15. Januar: Michigan Vorwahl
19. Januar: Nevada Wahlausschuss, South Carolina Vorwahl (Rep.)
26. Januar: South Carolina Vorwahl (Dem.)
29. Januar: Florida Vorwahl
5. Februar: Zwanzig Bundesstaaten, einschließlich Kalifornien, New York, New Jersey
AKTUELLSTE WETTEN
2008 als US-Präsident gewählt
Hillary Clinton 5/4; Barack Obama 2/1; John McCain 7/2; Rudolph Giuliani 7/1; Mike Huckabee 10/1; Michael Bloomberg 16/1; Mitt Romney 20/1; Ron Paul 50/1; John Edwards 100/1; Fred Thompson 100/1; Bill Richardson 250/1
Demokratische Kandidatur
Hillary Clinton 4/6; Barack Obama 11/10; John Edwards 66/1; Bill Richardson 250/

