Wer ist der wahre Favorit in Wimbledon?

Von Malte Schwartz auf 5:07PM GMT 20 Juni 2011
Andy Murray und Rafael Nadal begrüßen sich
Favorit und Geheimfavorit beim Shake-Hands?

Viele können sich unter dem Begriff der Lawn Tennis Championships nicht allzu viel vorstellen. Doch der umgangssprachliche Name des Turniers ist wohl jedem bekannt, der schon einmal einen Tennisschläger gesehen hat: Wimbledon.

Wimbledon ist das älteste des vier Grand Slam Turniere. Es fand zu ersten Mal 1877 und wird nach dem Londoner Stadtteil, in dem es stattfindet, benannt. Das dritte Turnier der Grand Slam Serie findet jedes Jahr im Sommer statt und ist das prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt. Heute fiel der Startschuss.

Neben den Dauerfavoriten Nadal und Federer muss man momentan vor allem Novak Djokovic auf der Rechnung haben. Der Serbe überraschte zuletzt die Tenniswelt mit einer atemberaubenden Serie von 41 Siegen und sieben Turniersiegen in Folge. Dem machte Roger Federer im Halbfinale der French Open jedoch ein Ende.

Wimbledon war bisher kein gutes Pflaster für Djokovic, auch hat er in diesem Jahr noch kein Turnier auf Rasen gespielt. Es wird wohl nicht sein Turnier werden.

Roger Federer und Wimbledon werden wohl auf ewig untrennbar miteinander verbunden sein. Der Schweizer konnte diesen Grand Slam bisher sechs Mal für sich entscheiden. Doch auch wenn er es war, der Djokovic nach fünfeinhalb Monaten die erste Niederlage beibrachte, überzeugt Federer 2011 noch nicht wirklich. In diesem Jahr gewann er lediglich die Qatar Open und beim letzten Turnier in Wimbledon schied er nach schwacher Vorstellung im Viertelfinale aus. Roger wird es sehr, sehr schwer haben.

Rafael Nadal ist wohl der wahrscheinlichste Gewinner dieses Turniers. Der Spanier präsentiert sich stark, wenn auch nicht immer in Bestform. Anfälligkeiten waren beispielsweise in der ersten Runde der French Open zu beobachten, als Nadal gegen John Isner mit 2:1 hinten lag und an den kräftigen Aufschlägen lange zu knabbern hatte.

Rafa ist nicht unbesiegbar und wenn man ein wenig Mut hat, setzt man auf Andy Murray als denjenigen, der dem Favoriten auf den Turniersieg wohl am ehesten die Spitzenposition streitig machen kann. Der Schotte startete zwar schwach in die Saison, doch in Monte Carlo im April und zuletzt bei den French Open konnte er Nadal lange Paroli bieten.

Der bis heute ungebrochene Mythos des Turniers wird gehegt und gepflegt. Es ist das einzige der vier Grand Slam Turniere, das noch auf Rasen stattfindet. So tragen die Wimbledon Plätze auch den Spitznamen „Heiliger Rasen“ und vielleicht ist dieser der entscheidende Vorteil für Lokalmatador Murray.

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