Werder Bremen verabschiedet sich aus der Königsklasse
Die peinlichen Auftritte der Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf und nach dem 2:2 im Rückspiel gegen Famagusta auf Zypern ist der deutsche Vizemeister aus der Königsklasse zum dritten Mal in Folge frühzeitig ausgeschieden.
Vor zwei Jahren war es im Achtelfinale gegen Juventus Turin noch Pech, als Tim Wiese im Gefühl des sicheren Weiterkommens ein verhängnisvoller Patzer unterlief. Im Vorjahr hatte man Lospech und bekam mit Barcelona und Chelsea eine Hammergruppe serviert.
Doch in dieser Saison sprach man nach der Auslosung von einer als "leicht" eingestuften Gruppe. Inter Mailand, Panathinaikos Athen und eben der Underdog' Anorthosis Famagusta. Da war ein Weiterkommen eigentlich Pflicht. Auch vom Selbstverständnis des Vereins unter der sportlichen Leitung von Sportdirektor Klaus Allofs und Trainer Thomas Schaaf selber.
Doch wer ist eigentlich Anorthosis Famagusta? Der zyprische Meister ist der einzige Club in der Königsklasse, der nicht in seinem eigenen Stadion spielen darf. Aus Sicherheitsgründen geht es ins GSP-Stadion von Nikosia. Das konnte dem kleinen Famagusta aber nichts anhaben. Zwei Remis, ein Sieg - besser als Werder und damit weiterhin Chancen aufs Achtelfinale bei der ersten Teilnahme überhaupt.
Das kann sich sehen lassen, zumal der Marktwert des Kaders der Zyprer lediglich auf 14 Millionen geschätzt wird. Zum Vergleich: Werders Kader hat einen Marktwert von 141 Millionen! Kaum ein Nationalspieler steht in Reihen von Anorthosis, während bei Werder mit Diego, Pizarro und Frings eine Reihe von internationalen Stars unter Vertrag stehen.

