Wie Bayern München Inter Mailand bezwingen kann
Am Mittwoch Abend um 20:45 Uhr kommt es im Giuseppe Meazza Stadion in Mailand zur Wiederholung des letztjährigen Champions League Finales. Inter Mailand empfängt den deutschen Rekordmeister Bayern München.
Ausgangslage
Vor ziemlich genau neun Monaten sorgte Jose Mourinho bei seinem Münchener Gegenspieler Louis van Gaal für geplatzte Träume. Durch eine taktisch ausgereifte Defensivtaktik gelang es dem damaligen Trainer Inter Mailands die Bayern im Finale der Champions League zu besiegen.
Dieses mal begegnen sich die beiden Mannschaften bereits im Achtelfinale. Das macht die Situation jedoch nicht weniger brisant, wäre ein Ausscheiden für beide Teams zu diesem Zeitpunkt doch eine herbe Schlappe.
In der Liga konnten sich die Italiener zuletzt stabilisieren und haben mit fünf Punkten Abstand auf Spitzenreiter AC Milan noch Chancen auf den Meistertitel. Die Münchener in der Bundesliga hingegen müssen sich in dieser Saison wohl maximal mit Rang Zwei hinter Dortmund zufrieden geben.
Taktische Vorraussetzungen
Vieles wird davon abhängen, wie sich die jeweiligen Defensivreihen an die bärenstarken Offensiven anpassen. Im Champions League Finale der vergangenen Spielzeit gelang es Esteban Cambiasso und Javier Zanetti gemeinsam Arjen Robben fast komplett aus dem Spiel zu nehmen.
Gerade Cambiasso, der dem niederländischen Flügelspieler aus dem Mittelfeld heraus konsequent die Option verbaute in die Mitte zu ziehen, gelang es Robben seiner größten Stärke zu berauben.
Ob Inter es diesmal jedoch mit derselben Taktik versucht, bleibt zweifelhaft. Links offensiv spielt diesmal Franck Ribery. Stankovic und Maicon heißen seine wahrscheinlichen Gegenspieler auf der rechten Abwehrseite der Italiener.
In der zuletzt von Mailand praktizierten Mittelfeldraute käme also Thiago Motta als einziger „6er“ zum Einsatz. Für den formstarken Thomas Müller könnten sich dadurch, auch dank der Schnelligkeit Robbens und Riberys, einige Räume bieten.
Alternativ könnte Inters Trainer Leonardo auf ein Fünfermittelfeld umstellen und Eto´o als einzige Spitze aufbieten. Allerdings würde sich die Mannschaft im Heimspiel dadurch einer großen Stärke berauben.
Zuletzt überzeugte Inter Mailand durchaus durch die offensive Spielstärke, während noch im CL Finale 2010 die Abwehr der Schlüssel zum Erfolg war. Doch im Hinspiel müssen Tore her für die Italiener und dass die Viererkette inklusive Torwartneuling Kraft zuletzt anfällig war, wird auch in Mailand niemandem verborgen geblieben sein.
Tendenz
Man kann also tatsächlich ein offenes Spiel erwarten. Die traditionelle Mauertaktik der Italiener erscheint am Mittwoch Abend eher unwahrscheinlich. Man darf gespannt sein ob eine überraschende taktische Idee eine spielentscheidende Wirkung haben kann, doch letztendlich wird es darum gehen welche Defensive die Abteilung Attacke des Gegners besser unter Kontrolle halten kann.

