Wie Ingolstadts Chancen auf einen Erfolg gegen Duisburg stehen?

Von Malte Schwartz auf 7:56PM GMT 20 Jan 2011
Duisburgs Stefan Maierhofer bejubelt einen Treffer
Der große Held aus dem Hinspiel ist auch jetzt wieder in Topform: Duisburgs Stefan Maierhofer

Der FC Ingolstadt steht vor einer schwierigen Rückrunde. Trotz finanzieller Unterstützung von Audi und den entsprechenden namhaften Neuzugängen kann der Abstieg nur vermieden werden wenn das Team über sich hinaus wächst. Der Gegner aus Duisburg gilt jedoch sicher nicht als Punktelieferant.

Zeitgleich empfängt der SC Paderborn 07 am Freitag Tabellenführer Augsburg und die abstiegsbedrohten Osnabrücker müssen gegen 1860 München bestehen.

Leistungscheck

Die Schanzer aus Ingolstadt entgingen dem Totalschaden in der Hinrunde nur um ein Haar. Fast würde man noch schlechter dastehen als die Bielefelder Arminia, doch eine Miniserie von zwei Siegen und zwei Unentschieden kurz vor Ende der Hinrunde sicherte den Bayern den ersehnten Platz 17.

Dennoch ist die Ausgangslage selbstredend miserabel. Der Relegationsrang ist fünf Punkte entfernt und die Anzahl der potentiellen Abstiegskandidaten scheint in dieser Saison geringer denn je.

Ingolstadt, wie auch die Schicksalsgenossen aus Ostwestfalen, muss vom Rückrundestart weg anfangen Punkte zu sammeln, damit der Abstieg in die dritte Liga doch noch verhindert werden kann.

Größtenteils chancenlos musste man sich Tabellenführer Augsburg geschlagen geben und so ruhen die Hoffnungen auf die ersten Punkte 2011 auf dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg.

Fraglich ist dabei ob die Neuzugänge schon mitwirken werden. Der Transfer von „König“ Artur Wichniarek steht nach neuerlichen Rückenproblemen des Stürmers auf einmal in der Schwebe.

Bei Innenverteidiger Marino Biliskov bleibt die Frage, ob er schnell genug ins Team integriert werden kann. Gleiches kann für Edson Buddle wohl schon mit einem „Nein“ beantwortet werden. Der Amerikaner muss sich noch akklimatisieren.

Von derartigen Problemen ist der MSV Duisburg weit entfernt. Die Schützlinge von Milan Sasic befinden sich nur einen Punkt hinter Erzgebirge Aue auf dem Relegationsrang und haben gute Karten im Aufstiegskampf.

Im Kader des MSV befinden sich zahlreiche erfahrene Spieler, die ähnliche Situationen schon gemeistert haben. Auch der Trainer ist kein Unbekannter im Aufstiegsrennen und so gilt Duisburg auf heißester Anwärter auf Platz Drei.

Nach kurzer Schwächephase zum Hinrundenabschluss fanden die „Zebras“ im DFB-Pokal-Achtelfinale wieder in die Spur und schmissen Bundesligist Köln aus dem Wettbewerb.

Der Start in die Rückrunde verlief ebenso erfolgreich. Mit 4:1 besiegte der MSV den VFL Osnabrück. Mit der sich abzeichnenden Rückkehr von Toptorjäger Srdjan Baljak kann Sasic in naher Zukunft auch wieder auf seine stärkste Elf zurückgreifen.

Statistik

Erst drei mal trafen Ingolstadt und Duisburg überhaupt aufeinander. Beide Heimspiele des MSV gewannen die „Zebras“ deutlich. In Ingolstadt gab es ein 0:0.

Beim 4:1 Erfolg der Duisburger in der Hinrunde machte vor allen Anderen Stefan Maierhofer mit einem Doppelpack und einer Torvorlage auf sich aufmerksam.

Tendenz

Die „Schanzer“ stehen mit dem Rücken zur Wand. Man kann davon ausgehen, dass das Team von Benno Möhlmann die Zeichen der Zeit erkannt hat, doch die Neuzugänge werden noch Zeit zur Integration brauchen.

Duisburg präsentierte sich zum Rückrundenauftakt in Topform und wird drei wichtige Punkte im Aufstiegskampf nicht liegen lassen. Man kann einen knappen Sieg des MSV erwarten.

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